Krankenkassen privat für Frauen
Obwohl in der Krankenkassen privat generell keine Beitragsfreiheit während der Mutterschaftsfristen und des Bezuges von Erziehungsgeld gilt, gewähren einige wenige Krankenversicherer während des Bezuges von Erziehungsgeld eine Beitragsfreistellung. Anstelle des von der PKV nicht gezahlten Mutterschaftsgeldes wird teilweise eine einmalige Mutterschaftsunterstützung von 200 EUR angeboten. In der Krankenkassen privat kann eine Haushaltshilfe nur über den zusätzlichen Abschluss einer Krankenhaustagegeldversicherung finanziert werden. Der Leistungsumfang der GKV ist in der PKV nicht gegeben. Anspruch auf Erziehungsgeld haben nicht voll erwerbstätige oder bis zu 19 Stunden wöchentlich erwerbstätige Mütter oder Väter für Kinder, die von ihnen selbst betreut und erzogen werden. Bei Bezug von Erziehungsgeld gewähren einige PKV -Unternehmen Beitragsfreiheit für eine gewisse Dauer. Bezüglich des Mutterschaftsgeldes gilt in der Krankenkassen privat: Privat versicherte, nicht erwerbstätige Frauen erhalten kein Mutterschaftsgeld. Privat versicherte Arbeitnehmerinnen erhalten während der Mutterschutzfristen einmalig ein Mutterschaftsgeld in Höhe von 200 EUR. Eine Anrechnung auf das bei Geburt gezahlte Erziehungsgeld findet nicht statt. Privat versicherte selbstständige Frauen erhalten kein Mutterschaftsgeld. Seit Beginn dieses Jahres müssen Männer bereits die Kosten für Schwangerschaft und Geburt durch höhere Beiträge mittragen. Wie stark sich die Beiträge bei den einzelnen Krankenversicherern veränderten, war dabei nicht zuletzt davon abhängig, wie viele Frauen und Männer in einem Tarif versichert waren und über wie viele Altersgruppen die Umverteilung der Schwangerschaftskosten erfolgen sollte. Da aber für die Versicherten keine Kontroll- und Einwirkungsmöglichkeiten bestehen, bleibt der Verdacht der willkürlichen Festsetzung bestehen, zumal dann, wenn sich die Krankenversicherer ganz unterschiedlich bei der Umverteilung entscheiden können. So bewegen sich die Beitragserhöhungen bei Männern in Bereichen von 1 bis 2 Prozent im Durchschnitt, bei Frauen können Reduzierungen zwischen 1 bis 3 Prozent resultieren, betrachtet man ganz isoliert die Nettoeffekte.
