Alle Krankenkassen privat vergleichen
Mehrere Krankenkassen privat Anbieter erwarten im kommenden Jahr einen kräftigen Schub für ihr Neugeschäft, ausgelöst durch die neuen Wechselmöglichkeiten zwischen den Anbietern . Die Gesundheitsreform hat für die Krankenkassen privat-Versicherten die Wechselmöglichkeiten verbessert, da ab 1.1.2009 zumindest teilweise die Alterungsrückstellungen mitgenommen werden können. Für Neukunden gilt diese Regelung künftig immer, für bereits privat Versicherte besteht die Wechselmöglichkeit im 1. Halbjahr 2009 in den Basistarif mit GKV-Leistungsniveau, gedeckelten Beiträgen, unter teilweiser Mitnahme der Alterungsrückstellungen und ohne Gesundheitsprüfung. Regelmäßiges Vergleichen Ihrer Krankenkassen privat lohnt sich nun nochmehr. Die Anbieter tauschen außerdem Daten insbesondere abgelehnter Interessenten untereinander aus, so dass beim mehrfachen Versuch, Versicherungsschutz zu vereinbaren, die entsprechenden Hinweise einsehbar sind. Die neuen Wechselmöglichkeiten werden in die Krankenkassen privat-Tarife einkalkuliert werden, so dass dadurch mit Prämienerhöhungen von 5 bis 10 Prozent im Durchschnitt gerechnet werden muss. Kleinere Krankenversicherer strecken inzwischen alle Viere von sich und geben auf - die Gesundheitsreform kostet diese kleinen Versicherer allein bei den IT-Kosten mehr als sie als Beitragseinnahmen im Jahr erzielen werden. Resultat: Seit Jahresbeginn zeichnet die Bayerische Beamten Krankenkasse kein neues Geschäft mehr und sucht nach einem Kooperationspartner. Die zur ERGO-Gruppe zählende KarstadtQuelle Versicherung überlegt, wie der Bestand der Vollversicherten weitergeführt werden könnte. Die Alte Oldenburger hat sich in die Obhut der VGH Versicherung begeben, die mehrheitlich beteiligt ist. Seit Beginn dieses Jahres müssen Männer bereits die Kosten für Schwangerschaft und Geburt durch höhere Beiträge mittragen. Wie stark sich die Beiträge bei den einzelnen Krankenversicherern veränderten, war dabei nicht zuletzt davon abhängig, wie viele Frauen und Männer in einem Tarif versichert waren und über wie viele Altersgruppen die Umverteilung der Schwangerschaftskosten erfolgen sollte. Da aber für die Versicherten keine Kontroll- und Einwirkungsmöglichkeiten bestehen, bleibt der Verdacht der willkürlichen Festsetzung bestehen, zumal dann, wenn sich die Krankenversicherer ganz unterschiedlich bei der Umverteilung entscheiden können. So bewegen sich die Beitragserhöhungen bei Männern in Bereichen von 1 bis 2 Prozent im Durchschnitt, bei Frauen können Reduzierungen zwischen 1 bis 3 Prozent resultieren, betrachtet man ganz isoliert die Nettoeffekte.
